3. Lehrjahr
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Personaldienstleistungskaufmann | PlusPunkt Personaldienstleistungen GmbH

André Nernheim , 26 Jahre
PlusPunkt Personaldienstleistungen GmbH
PersonaldienstleistungskaufmannWelche Schule hast du vor deiner Ausbildung besucht? Welchen Abschluss hast du dort erworben?
Die Gesamtschule Horn im Osten von Hamburg – ich habe dort meinen Realschulabschluss gemacht.
Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Nachdem ich eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker nach nicht bestandener Prüfung abgebrochen hatte, habe ich mir nach einer Selbstfindungsphase und dem Wehrdienst eine kaufmännische Ausbildung zum Ziel gesetzt. Als ich dann von der neu geschaffenen Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann (PDK) gelesen habe, entsprach das voll und ganz meinen Vorstellungen!
Was verdienst du während deiner Ausbildung?
1. Lehrjahr: 650 €
2. Lehrjahr: 730 €
3. Lehrjahr: 780 €
Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? Ort? Verschiedene Abteilungen?
Mein Arbeitsplatz ist die meiste Zeit ein Büro mit eigenem PC, das ich mir mit einer Assistentin für die Projekte und die Arbeitsvermittlung teile. Ich nehme auch Außentermine wahr und mache Kundenbesuche. Vor allem unterstütze ich das Projekt „GOAL-Ausbildungsagentur”, in dem wir Jugendliche und Jungerwachsene in Ausbildung vermitteln. Die Arbeit macht sehr viel Spaß, weil die Teilnehmer viele Stationen (Informationsveranstaltung, Profiling, Erstgespräch, Folgetermine) zu durchlaufen haben, die ich dann begleite und bei denen ich aus eigener Erfahrung Hilfestellung leisten kann. Die Inhalte sind sehr individuell und reichen von Kompetenzfeststellungsverfahren über die Optimierung der Bewerbungsunterlagen und Kurse zur Verbesserung der Mathe, Englisch, Deutschkenntnisse bis hin zum Üben von Vorstellungsgesprächen und der Vorstellung bei Kunden.
Haben sich deine Erwartungen und Vorstellungen erfüllt?
Ja. Da ich nicht strikt nach einem Ausbildungsplan ausgebildet wurde, konnte ich viele Ausbildungsinhalte und Zeitpläne eigenverantwortlich mitgestalten. Die Kollegen und Vorgesetzten haben mich immer unterstützt und mir Hilfestellung geleistet, wenn ich mal nicht weiterwusste.
Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch, Berufsschul-Unterrichtsform?
Da es eine duale Ausbildung ist und wir keinen Blockunterricht haben, habe ich montags und mittwochs von 7.45 bis 13 Uhr Unterricht in der Beruf- lichen Schule für Büro- und Personalmanagement Bergedorf. Dienstags und donnerstags bin ich von 9 bis 17 Uhr und am Freitag von 9 bis 15.30 Uhr im Betrieb bei PlusPunkt Personaldienstleistungen. Ich habe 30 Tage Urlaub im Jahr.
Kundenkontakt – national/international?
Kundenkontakt habe ich in meinem Job jeden Tag. Beratung, Information und Problemlösung sind die Kernaufgaben. Also viel Kommunikation mit den Menschen.
Wurdest du nach deiner Ausbildung übernommen?
Da wir durch die Projektarbeit an einen bestimmten Etat gebunden sind, kann nicht einfach eine neue Arbeitsstelle geschaffen werden. Die Gelder kommen zum Großteil aus öffentlichen Töpfen und sind ganz genau kalkuliert.Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch und Berufsschul-Unterrichtsform?
Pro Woche sind 38 Stunden zu arbeiten. Bei uns gibt es die Gleitzeit, so können wir unsere Zeiten selbst einteilen. Insgesamt haben wir 30 Urlaubstage im Jahr. Die Berufsschule findet im Blockunterricht statt.
Möchtest du in diesem Beruf bzw. in dieser Branche bleiben? Hast du schon Pläne für die Zukunft?
Auf jeden Fall werde ich in dem Bereich des Personalwesens bleiben, weil es ein sehr spannendes und vielfältiges Berufsfeld ist und die Branche immer weiter wächst.
Lehrjahre sind keine Herrenjahre, weil …
... man sich für nichts zu schade sein sollte und auch mal in den sauren Apfel beißen muss. Trotzdem hat man als Azubi genauso wie das ausbildende Unternehmen Rechte und Pflichten, denen sich die Aufgaben anpassen müssen.
Chemielaborantin | Eurotius Analytik GmbH

Sabrina Welge , 21 Jahre
Eurotius Analytik GmbH
Chemielaborantin
3. AusbildungsjahrWelche Schule hast du vor deiner Ausbildung besucht?
Das Gymnasium Uetze in Niedersachsen.
Welchen Abschluss hast du dort erworben?
Ich habe dort mein Abitur gemacht. Aber ein Realschulabschluss hätte unserer Firma auch gereicht.
Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Mir hat Chemie schon in der Schule sehr viel Spaß gemacht. Doch zunächst konnte ich mich nicht zwischen zwei Berufen entscheiden – entweder Chemielaborantin oder aber Polizei- dienst. Dann nahm das Schicksal seinen Lauf…
Wer oder was hat dir bei der Berufsfindung geholfen?
Das Schicksal. Ich hatte im Sommer 2008 während einer meiner Fahrstunden für den Motorrad- führerschein einen Unfall. Das Kreuzband war durch und somit konnte ich nicht am Sporttest bei der Polizei teilnehmen. Von da an stand für mich fest, dass ich den Beruf Chemielaborantin erlernen möchte, um später einmal beim LKA im Bereich der Forensik arbeiten zu können.
Haben sich deine Erwartungen und Vorstellungen erfüllt?
Ja, sie sind sogar noch übertroffen worden. Ich durfte schon in den ersten Wochen eigenstän- dig arbeiten und bekam mit der Zeit immer mehr Verantwortung. In einigen Abteilungen habe ich sogar Azubi-Projekte bekommen, bei denen ich nicht nur Analysemethoden auf Funktionalität getestet habe, sondern auch eine Analysenmethoden Zusammenfassung entwickeln durfte. Eine Art Forschung und Entwicklung. Außerdem fußt das Verhältnis zwischen Ausbildern und Auszubildenden auf einer freundschaftlichen und respektvollen Basis, so dass auch mal gemeinsame Ausbilder-Azubi-Nachmittage stattfinden können.
Haben dir Praktika bei der Berufswahl geholfen?
Nein. Mein Praktikum im 11. Jahrgang absolvierte ich bei der Polizei in Hannover.
Kundenkontakt – national/international?
Nein, da es eine klare Trennung zwischen Laborarbeit und Kundenbetreuung gibt.
Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch, Berufsschul-Unterrichtsform?
Wir arbeiten 39 Stunden in der Woche nach dem Gleitzeitsystem und im Jahr stehen uns 30 Urlaubstage zu. Der Berufsschulunterricht erfolgt in Blockform, die einzelnen Blöcke sind jeweils ca. 6 Wochen lang. Zudem haben wir jede Woche Unterricht und praktische Aufgaben im Azubilabor und wer Hilfe beim Lernen benötigt, bekommt einen Lernvormittag mit einem der Ausbilder.Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch und Berufsschul-Unterrichtsform?
Pro Woche sind 38 Stunden zu arbeiten. Bei uns gibt es die Gleitzeit, so können wir unsere Zeiten selbst einteilen. Insgesamt haben wir 30 Urlaubstage im Jahr. Die Berufsschule findet im Blockunterricht statt.
Was verdienst du während deiner Ausbildung?
Da wir am Standort Hamburg mehrere Gesell- schaften des Eurofins Konzerns haben, können die Vergütungen je nach Gesellschaft variieren. Sie liegen aber ungefähr im Bereich von 600 € im 1. Lehrjahr bis zu 800 € im 4. Lehrjahr.
Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? Ort? Verschiedene Abteilungen? Team- oder Einzelarbeitsplatz?
Ich arbeite am Standort Hamburg und wechsle immer in verschiedene Abteilungen, deshalb habe ich keinen Einzelarbeitsplatz. Ich durchlaufe dabei verschiedene Unternehmen des Konzernverbundes und jedes Unternehmen hat seinen eigenen analytischen Kompetenzbereich. So ist die Ausbildung sehr vielfältig und umfassend.
Wirst du nach deiner Ausbildung übernommen?
Das hoffe ich doch sehr. Unserer Firma ist sehr an einer Übernahme gelegen und sie garantiert in jedem Fall eine Weiterbeschäftigung für ein halbes Jahr.
Hast du schon Pläne für die Zukunft?
Ein paar Gedanken macht man sich schon darüber, aber richtige Pläne sind das noch nicht.
Möchtest du in diesem Beruf bzw. in der Branche bleiben?
Ja, ich möchte diesen Beruf so lange wie möglich beibehalten.
Lehrjahre sind keine Herrenjahre, weil …
Wie heißt es so schön: „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen”, „Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut” oder „Jeder fängt mal klein an”. Das Schönste kommt eben immer zum Schluss!
Kauffrau für Versicherungen u. Finanzen | ERGO Versicherungsgruppe

Nadiane Wilde, 21 Jahre
ERGO Versicherungsgruppe
Kauffrau für Versicherungen und Finanzen
3. AusbildungsjahrWelche Schule hast du vor deiner Ausbildung besucht?
Das Gymnasium am Kattenberge in Buchholz in der Nordheide.
Welchen Abschluss hast du dort erworben?
Das Abitur.
Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Für mich war klar, dass es etwas Kaufmännisches sein sollte und dass ich erst mal nicht studieren möchte. Da ich 2003 bei der damaligen Hamburg-Mannheimer bereits ein Praktikum gemacht habe und mir das sehr gut gefallen hat, habe ich mich dort beworben.
Haben sich deine Erwartungen und Vorstellungen erfüllt?
Ja, voll und ganz. Durch das kombinierte System des Lernens in Ausbildungsgruppen und am Arbeitsplatz macht es sehr viel Spaß. Man ist immer von Mit-Azubis umgeben, man lernt zusammen, hilft einander und macht auch gerne mal ein bisschen Blödsinn zwischendurch.
Wer oder was hat dir bei der Berufsfindung geholfen?
Unsere Schule bot in der 13. Klasse den sogenannten „Berufsnavigator” an. Anhand einer Entscheidungssoftware, die rund 150 Berufsprofile beinhaltet, wurden meine persönlichen Kompetenzen ermittelt und der dazu passende Berufsweg. Das Lustige dabei war, dass für mich auch hierbei der Beruf „Kauffrau für Versicherungen und Finanzen” herauskam.
Haben dir Praktika bei der Berufswahl geholfen?
Durch mein Praktikum konnte ich bereits einen guten Einblick in die Ausbildung gewinnen. Ich habe dadurch auch den Vorzug des Ausbildungssystems in Gruppen kennengelernt, das mir persönlich besser gefällt, als allein vor einem PC zu sitzen und sich alles selbst beibringen zu müssen.
Was verdienst du während deiner Ausbildung?
1. Lehrjahr: 778 €
2. Lehrjahr: 835 €
3. Lehrjahr: 927 €
Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? Ort? Verschiedene Abteilungen? Teamarbeitsplatz?
Ich bin am Standort Hamburg zusammen mit 7 weiteren Azubis in einer Ausbildungsgruppe. Zu Beginn der Ausbildung wurden 30 Azubis in 4 Gruppen eingeteilt. Mit meinen Mit-Azubis bleibe ich die ersten 2 Jahre durchgehend zusammen. Dabei durchlaufen wir fast jede Abteilung in unserem Haus – angefangen vom Antrag über den Kundenservice bis hin zum Außendienst. Insgesamt lernen wir 8 verschiedene Abteilun-gen kennen. Jeder von uns hat einen eigenen Schreibtisch und je nach Abteilung einen eigenen PC mit Telefon. Die theoretischen Grundlagen erarbeiten wir im Team, z.B. werden in Gruppenarbeit Präsentationen ausgearbeitet und gegenseitig vorgestellt. Anschließend bearbeiten wir Praxisfälle.
Nach den ersten 2 Jahren werden wir aufgeteilt und kommen in die Phase „Ausbildung am Arbeitsplatz”. In einer Abteilung unserer Wahl haben wir hier die Möglichkeit, mitzuarbeiten und weitere Praxiserfahrung zu sammeln.
Kundenkontakt – national/international?
Arbeiten wir in einer Ausbildungsphase mit, haben wir auch telefonischen Kontakt, und das sowohl mit Kunden als auch mit unserem Außendienst. Dabei handelt es sich hauptsächlich um deutsche Kunden. Dennoch wird Englisch immer wichtiger, da wir ja auch im internationalen Markt agieren.Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch und Berufsschul-Unterrichtsform?
Pro Woche sind 38 Stunden zu arbeiten. Bei uns gibt es die Gleitzeit, so können wir unsere Zeiten selbst einteilen. Insgesamt haben wir 30 Urlaubstage im Jahr. Die Berufsschule findet im Blockunterricht statt.
Wirst du nach deiner Ausbildung übernommen?
Die Chancen auf eine Übernahme stehen zurzeit recht gut. Der Jahrgang ab 2009 hat sogar eine Übernahmegarantie auf einen befristeten Arbeitsvertrag. Nach meiner Ausbildung werde ich auf jeden Fall meinen Fachwirt machen. Das heißt, noch mal 2 Jahre lernen – neben dem Beruf.
Möchtest du in diesem Beruf, in der Branche bleiben?
Ja, auf jeden Fall. Versicherungen werden immer gebraucht und stellen einen wichtigen Faktor in unserer Gesamtwirtschaft dar. Somit ist dieser Beruf auch krisensicher.
Lehrjahre sind keine Herrenjahre, weil …
… Dieser Spruch trifft überhaupt nicht auf meine Ausbildung zu. Mir gefällt hier alles sehr gut und von unangenehmen Aufgaben kann ich nicht berichten.
Verfahrensmechaniker (Hütten- und Halbzeugindustrie) | Aurubis AG

Patrick Möller, 19 Jahre,
Aurubis AG
Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie
Fachrichtung Nichteisen-Metallurgie
3. AusbildungsjahrWelche Schule hast du vor deiner Ausbildung besucht?
Die Gesamtschule Öjendorf.
Welchen Abschluss hast du dort erworben?
Realschulabschluss.
Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Weil der Beruf einfach sehr interessant ist und ich schon immer mit flüssigem Metall arbeiten wollte.
Haben sich deine Erwartungen und Vorstellungen erfüllt?
Ja, es ist genau so, wie ich es mir vorgestellt habe, und es bringt total viel Spaß. Man macht zwar auch mal Arbeiten, die einem nicht so passen, aber das gehört einfach dazu.
Wer oder was hat dir bei der Berufsfindung geholfen?
Meine Eltern haben mich bei der Berufswahl unterstützt.
Haben dir Praktika bei der Berufswahl geholfen?
Nein, sie waren für diesen Beruf nicht nützlich.
Was verdienst du während deiner Ausbildung?
1. Lehrjahr: 726 Euro
2. Lehrjahr: 775 Euro
3. Lehrjahr: 828 Euro
4. Lehrjahr: 887 Euro
Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? Ort? Verschiedene Abteilungen? Teamarbeitsplatz?
Ich durchlaufe viele Abteilungen. Mal bin ich in einer Leitwarte, mal bin ich direkt in der Nähe des flüssigen Metalls. Oder auch in der Instandhaltung, wie zum Beispiel auf dem Foto an der Drehmaschine. Die Arbeitsplätze sind sehr unterschiedlich. Es gibt zwar Einzelarbeitsplätze, überwiegend ist jedoch Teamarbeit erforderlich.
Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch und Berufsschul-Unterrichtsform?
Momentan arbeite ich von 6.00 Uhr bis 13.45 Uhr, später wird auch Schichtarbeit dazukommen. Pro Jahr stehen mir 30 Tage Urlaub zu. Der Unterricht in der Berufsschule findet in Blockform statt.
Wirst du nach deiner Ausbildung übernommen?
Die Entscheidung ist noch nicht getroffen. Ich hoffe, dass ich übernommen werde.
Möchtest du in diesem Beruf, in der Branche bleiben?
Ja, das möchte ich.
Lehrjahre sind keine Herrenjahre, weil …
… die Umstellung vom Leben eines Schülers zum Arbeitsleben oft schwieriger ist als erwartet..
Justizfachangestellter | Justizbehörde Hamburg

Philipp Meier, 22 Jahre,
Altonaer Spar- und Bauverein
Immobilienkaufmann
3. AusbildungsjahrWelche Schule hast du vor deiner Ausbildung besucht?
Das Sportgymnasium Neubrandenburg.
Welchen Abschluss hast du dort erworben?
Abitur.
Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Für mich stand früh fest, dass ich einen kaufmännischen Beruf erlernen möchte. Aufgrund der vielseitigen Möglichkeiten im späteren Arbeitsleben halte ich so eine Ausbildung für den idealen Einstieg. Nachdem ich mich über die verschiedenen kaufmännischen Berufe informiert hatte und zu einem sehr informativen Vorstellungsgespräch bei der altoba eingeladen wurde, schien mir das Berufsbild des Immobilienkaufmanns als das interessanteste.
Haben sich deine Erwartungen und Vorstellungen erfüllt?
Meine Erwartungen wurden übertroffen. Als ich die Ausbildung begann, hatte ich nicht erwartet, dass ich so viele Dinge kennenlerne, die weit über den „Tellerrand” des Aubildungsplans hinausgehen.
Wer oder was hat dir bei der Berufsfindung geholfen?
In erster Linie halfen mir meine Eltern bei der Berufsfindung. Aber auch Veranstaltungen im Berufsinformationszentrum während meiner Schulzeit sowie eigene Recherchen.
Haben dir Praktika bei der Berufswahl geholfen?
Ich habe in meiner Schulzeit ein 2-wöchiges Praktikum im kaufmännischen Bereich eines Heimtex-Fachmarktes absolviert. Im Allgemeinen bin ich der Ansicht, dass Berufsstarter so viele Praktika wie möglich machen sollten, um sicherzugehen, dass sie für sich den bestmöglichen Beruf finden.
Was verdienst du während deiner Ausbildung?
1. Lehrjahr: 685,00 €, 2. Lehrjahr: 795,00 €,
3. Lehrjahr: 905,00 €.
Wie sieht dein Arbeitsplatz aus? Ort? Verschiedene Abteilungen?
Ausgebildet wird überwiegend in der Geschäftsstelle in Altona, aber auch im eigenen Servicebetrieb und im Vertrauten Wohnen, einer Abteilung für das soziale Management der Genossenschaft. Als Azubi wechselt man die Abteilungen, um die innerbetrieblichen Abläufe genau kennenzulernen. Es steht immer ein voll ausgestatteter Arbeitsplatz zur Verfügung und in jeder Abteilung unterstützt ein „Ausbildungspate” die Azubis. Einen besonderen Reiz hat für mich der Wechsel zwischen Büro und Außenterminen. So begleite ich die Kollegen z.B. zu Wohnungsabnahmen, Schlüsselübergaben oder Baubesprechungen. Parallel zur Berufsschule absolviere ich bei der altoba einen ausbildungsbegleitenden Fernunterricht am Europäischen Bildungszentrum in Bochum. Dazu müssen monatlich Lehrbriefe bearbeitet werden, die zur Kontrolle an das Institut geschickt werden. So bin ich optimal auf die Abschlussprüfung vorbereitet.
Arbeitszeiten?
Im Rahmen der Jahresarbeitszeit arbeite ich täglich 7,4 Stunden.
Urlaubsanspruch?
30 Tage im Jahr.
Berufsschul-Unterrichtsform?
Der Berufsschulunterricht findet in der Berufsschule Schlankreye in Eimsbüttel statt. 1- bis 2-mal die Woche werde ich dort in Immobilienwirtschaft, Finanzierung & Bilanzierung, Wirtschaft & Beruf sowie fachspezifischem Englisch unterrichtet. Die Lehrer sind teilweise selbst in der Immobilienbranche tätig und veranschaulichen den Unterricht mit Fallbeispielen und eigenen Erfahrungen. Ferner arbeiten die Auszubildenden über einen Zeitraum von einem Jahr an einem praxisorientierten Projekt in frei wählbaren Gruppen.
Teamarbeitsplatz? Einzelarbeitsplatz?
Bei der altoba wird vorwiegend an einem Teamarbeitsplatz zusammen mit 1 bis 2 Kollegen gearbeitet.
Kundenkontakt – national/international?
Der Kundenkontakt ist eher national. In einem multikulturellen Stadtteil wie Altona werden natürlich viele Sprachen gesprochen, so dass wir ab und an auch Englisch sprechen.
Wirst du nach deiner Ausbildung übernommen?
Die altoba bildet ihre Fachkräfte selbst aus. In den vorherigen Jahrgängen wurden die Azubis stets übernommen. Bei guten Leistungen sind die Chancen auf eine Weiterbeschäftigung sehr groß.
Lehrjahre sind keine Herrenjahre, weil …
... die Umstellung vom Leben eines Schülers zum Arbeitsleben oft schwieriger ist als erwartet.
Justizfachangestellter | Justizbehörde Hamburg

Torsten Lindenau, 23 Jahre,
Justizbehörde Hamburg
Justizfachangestellter
Abgeschlossene AusbildungWelche Schule hast du vor deiner Ausbildung besucht?
Die Realschule III in Hagenow.Welchen Abschluss hast du dort erworben?
Realschulabschluss/Mittlere Reife.Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Das Recht hat mich schon immer interessiert. Außerdem wollte ich unbedingt eine kundenorientierte Tätigkeit ausüben, bei der ich eine gewisse Eigenverantwortung habe.Haben sich deine Erwartungen und Vorstellungen erfüllt?
Ja. Die Eigenverantwortung wuchs mit der Zeit und durch die sehr verschiedenen Gebiete der Justiz habe ich mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun.Wer oder was hat dir bei der Berufsfindung geholfen?
Ich habe sehr viele Informationen gesammelt, mich im Internet belesen und dann selbst abgeschätzt, ob die einzelnen Berufsbilder zu mir passen.Haben dir Praktika bei der Berufswahl geholfen?
Ja, Praktika helfen immer, auch wenn sie „nur” zeigen, dass dieser Beruf nicht zu einem passt. Ich habe mehrere Praktika in verschiedenen Bereichen gemacht, u.a. bei der Polizei und in der Stadtverwaltung. Diese führten letztendlich dazu, dass ich mich in der Justizverwaltung beworben habe.Was hast du während deiner Ausbildung verdient?
1. Lehrjahr: 617,34 €, 2. Lehrjahr: 666,15 €, 3. Lehrjahr: 710,93 €.Was verdienst du jetzt (nur beantworten, wenn es dir nichts ausmacht)?
Ich verdiene derzeit 2.020 € brutto.Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Grundsätzlich ist es ein Computerarbeitsplatz, der trotzdem sehr unterschiedlich aussieht: Meist sind es Großraumbüros, aber auch Einzelzimmer und natürlich die Gerichtssäle der Gerichte!Ort? Verschiedene Abteilungen?
Ich habe viele Abteilungen bei den verschiedenen Gerichten und Staatsanwaltschaften in ganz Hamburg durchlaufen, die unterschiedlicher nicht sein können: Strafgericht, Zivilgericht, Nachlassgericht, Registergericht, Grundbuchamt, Familiengericht, Vormundschaftsgericht, aber auch die Fachgerichte, wie beispielsweise das Sozialgericht oder Arbeitsgericht. Außerdem lernt man andere Berufe kennen, so z. B. den des Gerichtsvollziehers.Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch, Berufsschul-Unterrichtsform?
Ich arbeite 39 Stunden in der Woche und habe Anspruch auf 26 Urlaubstage im Jahr. An der Berufsschule hatte ich Blockunterricht.Teamarbeitsplatz? Einzelarbeitsplatz?
Sehr oft sind es Teamarbeitsplätze, vor allem in den Ausbildungsgeschäftstellen.Kundenkontakt – national/international?
Natürlich haben wir Kundenkontakt mit deutsch-, aber auch fremdsprachigen Bürgern.Du wurdest nach deiner Ausbildung übernommen. Herzlichen Glückwunsch!
Hast du schon Pläne für die Zukunft? Möchtest du in diesem Beruf/in der Branche bleiben?
Ich bin jung, da ist es immer schwer zu sagen, ob man der Branche treu bleibt. Auf jeden Fall möchte ich mich weiterentwickeln und die Möglichkeit besteht hier z.B. durch die Aufstiegsausbildung zum Gerichtsvollzieher oder Rechtspfleger.Was hat sich nach deiner Ausbildung verändert?
Eine ganze Menge! Nach einer Einarbeitungszeit habe ich meinen eigenen Arbeitsbereich. Ich organisiere meinen Arbeitstag nun selbst und lege die Prioritäten fest. Mit der Zeit entwickelt man seine eigene Arbeitsweise und wird immer souveräner.Lehrjahre sind keine Herrenjahre, weil ...
…man Tag für Tag neu gefordert wird!
Kaufmann im Einzelhandel | Lidl Vertriebs GmbH & Co. KG

Jan-Pierre Siewert, 19 Jahre,
Lidl Vertriebs GmbH & Co. KG
Kaufmann im Einzelhandel
3. Lehrjahr
Welche Schule hast du vor deiner Ausbildung besucht?
Berufsfachschule für Handel und Industrie und davor die Haupt- und Realschule Franz-von-Assisi.
Welchen Abschluss hast du dort erworben?
Realschulabschluss.
Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Schon zu Grundschulzeiten war Mathematik eines meiner Lieblingsfächer. Und dann wollte ich einen Beruf, der zu mir passt. Ich gehe gern auf Leute zu und brauche immer etwas zu tun. Und das hat man im Handel …
Haben sich deine Erwartungen und Vorstellungen erfüllt?
Sogar mehr als das! Dank der guten Unterstützung meines Ausbilders habe ich die Möglichkeit bekommen, schon im 1. Lehrjahr die Tätigkeiten eines stellvertretenden Filialleiters zu erlernen, regelmäßig anzuwenden und somit viel Verantwortung zu übernehmen. Das war und ist eine Super-Motivation für mich!
Wer oder was hat dir bei der Berufsfindung geholfen?
An sich wollte ich, wie mein Vater, in den handwerklichen Bereich. Zum Glück habe ich zwei Praktika in dieser Richtung gemacht und gemerkt, dass das doch nicht so mein Ding ist. Dann habe ich mich für die kaufmännische Schule entschieden.
Haben dir Praktika bei der Berufswahl geholfen?
Auf jeden Fall. Während des Besuchs der Handelsschule habe ich dann noch ein halbjähriges Praktikum im Handel gemacht und dabei gemerkt, dass mir diese Richtung sehr liegt und ich das auch in Zukunft machen möchte.
Was verdienst du während deiner Ausbildung?
1. Lehrjahr: 700 €, 2. Lehrjahr: 800 €, 3.Lehrjahr: 900 €, plus Urlaubs- und Weihnachtsgeld, tarifliche Zuschläge, bezahlte Überstunden und bei Schichtführung „Vertretungsgeld”.
Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Na ja, jeder weiß ja, wie eine Lidl-Filiale aussieht. Oder? Und von den Tätigkeiten her mache ich alles. Ich rechne die Kassen ab, mache die Bestellungen, erledige den „Bürokram”, sitze aber auch an der Kasse und verräume Ware. Mein Highlight im letzten Jahr war übrigens das Azubiprojekt in München. Da bin ich mit 13 anderen Azubis nach München gefahren, wo wir gemeinsam für 14 Tage eine Filiale geleitet haben. Das war Arbeit und Spaß in einem!
Arbeitszeiten
37,5 Stunden/Woche im Schichtsystem, beispielsweise von 7 bis 15 Uhr oder von 12 bis 20.30 Uhr.
Urlaubsanspruch
30 Tage im Jahr.
Berufsschul-Unterrichtsform
Teilzeitunterricht an zwei Tagen pro Woche.
Teamarbeitsplatz?
Bei Lidl wird Teamarbeit ganz groß geschrieben. Wir sprechen uns untereinander ab und können uns dann zu 100 Prozent auf die Kollegen und unsere Vorgesetzten verlassen. Kundenkontakt – national/international? Wir sind ein internationales Unternehmen und genau wie Hamburg ist unsere Kundschaft „multikulti”.
Wirst du nach deiner Ausbildung übernommen?
Ja. Wenn alles klappt, als stellvertretender Filialleiter.
Welche Pläne hast du für die Zukunft?
In spätestens drei Jahren möchte ich meine eigene Filiale leiten und somit Lidls jüngster Filialleiter werden. Vielleicht bekomme ich dann auch noch die Chance, den Handelsfachwirt zu machen, um mich weiterzuentwickeln.
Lehrjahre sind keine Herrenjahre, weil …
An sich trifft der gute alte Spruch für mich nicht zu. Es ist zwar eine besondere Herausforderung, gute Leistungen in der Filiale und in der Berufsschule zu bringen. Aber ich wurde von Anfang an von allen Seiten unterstützt, akzeptiert und als vollwertiger Mitarbeiter ins Team integriert. Und wenn ich dann mal einen Fehler gemacht habe, hieß es nur: „Herr Siewert, da lernen Sie draus …”
Diplom-Wirtschaftsinformatiker (FH) | Otto Group

Felix Jacubasch, 24 Jahre,
Otto Group
Diplom-Wirtschaftsinformatiker (FH)
3. Lehrjahr (von insgesamt 4 Lehrjahren)
Welche Schule hast du vor deiner Ausbildung besucht?
Das Gymnasium Glinde.Welchen Abschluss hast du dort erworben?
Abitur.
Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Ich hatte schon sehr früh großes Interesse an Informatik, habe in meiner Freizeit viel programmiert und mich auf diesem Gebiet weitergebildet. Die Möglichkeit, dies mit einem betriebswirtschaftlichen Hintergrund zu verbinden und dabei später einen sehr kommunikativen Beruf ausüben zu können, ließ mich nicht lange zögern.
Haben sich deine Erwartungen und Vorstellungen erfüllt?
Auf jeden Fall. In einigen Dingen wurden meine Vorstellungen sogar deutlich übertroffen. So hatte ich zum Beispiel keine Ahnung, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten eines Wirtschaftsinformatikers sein können.Was hat dir bei der Berufsfindung geholfen?
Meine Eltern haben mich durch ausgiebige Gespräche bei der Berufsfindung unterstützt. Hilfreich war auch mein früher Kontakt mit PCs und das dadurch entstandene Interesse.Haben dir Praktika bei der Berufswahl geholfen?
Meine beiden Praktika haben mir grundsätzlich bei der Berufswahl geholfen. In beiden Praktika habe ich sowohl betriebswirtschaftliche als auch EDV-bezogene Aufgaben bearbeitet und konnte für beide Gebiete Begeisterung aufbringen. Von besonderer Bedeutung war jedoch das Praktikum eines Freundes, durch das dieser auf die Möglichkeit eines dualen Studiums an der Nordakademie gestoßen ist und mir davon berichtete.Was verdienst du während deiner Ausbildung?
1. Lehrjahr: 650 €, 2. Lehrjahr: 774 €, 3. Lehrjahr: 860 €, 4. Lehrjahr: 897 €.Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Die Ausbildung findet in der Otto Konzernzentrale in Hamburg statt. Jedoch besteht auch die Möglichkeit, Einsätze in Tochterunternehmen deutschlandweit und auch im Ausland zu absolvieren. Mein Arbeitsplatz variiert je nach Abteilung. Azubis bei Otto wechseln in der Regel alle vier bis zwölf Wochen die Abteilung, um einen Gesamtüberblick erhalten zu können. In welche Abteilungen man kommt, wird den persönlichen Wünschen angepasst. Der Arbeitsplatz ist in der Regel in einem Großraumbüro mit eigenem Schreibtisch, PC und Telefon. Zur Ausbildung gehört ebenfalls ein breites Seminarprogramm speziell für Azubis, das insbesondere „den Blick über den Tellerrand” ermöglicht, so dass man den eigenen Beruf in das Ganze des Unternehmens einordnen kann.Arbeitszeiten
Ich arbeite fünf Tage die Woche à 7,5 Stunden nach dem Gleitzeitsystem.Urlaubsanspruch
25 Tage im Jahr.Berufsschul-Unterrichtsform
Jährlich verbringe ich im Wechsel mit der praktischen Ausbildung bei Otto durchschnittlich zwei Semester à zehn Wochen im Studium an der Nordakademie in Elmshorn.Teamarbeitsplatz
Meistens an einem Teamarbeitsplatz.Kundenkontakt – national/international?
Bisher hatte ich noch keinen direkten Kontakt zum Endkunden. Dafür stehe ich jedoch häufiger in Kontakt mit Lieferanten und Dienstleistern, national und international.Wirst du nach deiner Ausbildung übernommen?
Das kann ich noch nicht genau abschätzen, immerhin habe ich noch fast zwei Jahre vor mir. Ich habe jedoch, auch durch persönlichen Kontakt zu ehemaligen Azubis, ein sehr gutes Gefühl und würde mich sehr freuen, bei Otto übernommen zu werden.Lehrjahre sind keine Herrenjahre, weil …
… es so unglaublich viel zu lernen gibt, bevor man in das tatsächliche Berufsleben startet.

