Du befindest Dich hier: Home > Hinter den Kulissen > Ausbilder >

Ausbilder geben Einblicke

Zum Öffnen und Schließen der Interviews einfach auf das Bild oder den Link klicken!

  • Altonaer Spar- und Bauverein eG

    Azb26 Christine Müller

    Christine Müller
    Altonaer Spar- und Bauverein eG
    Ausbilderin

    Was zeichnet eine gute Bewerbung aus?
    Ein erster positiver Eindruck entsteht durch optisch gut aufbereitete und vollständige Bewerbungsunterlagen. Das Anschreiben sollte fehlerfrei und der Lebenslauf lückenlos sein. Es sollten die Persönlichkeit des Bewerbers/der Bewerberin und die Auseinandersetzung mit dem Ausbildungsunternehmen erkennbar sein.

    Was ist wichtiger: Schulzeugnis oder soziale Kompetenz?

    Natürlich schauen wir auf die Noten. Das müssen wir auch, denn die Anforderungen während der Ausbildung zur/zum Immobilienkauffrau/-kaufmann sowohl im Unternehmen als auch in der Berufsschule sind hoch. Die soziale Kompetenz ist für die Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeitern und für den Kundenkontakt unverzichtbar.

    Was ist Ihnen sonst wichtig?

    Uns ist außerdem ein sicheres Ausdrucksvermögen wichtig und dass die Bewerber Erfahrungen durch Praktika gesammelt haben.

    Welche Kriterien sind entscheidend für die Einladung zum Vorstellungsgespräch?

    Wenn die bereits genannten Kriterien erfüllt sind, erfolgt die Einladung zu einem Auswahltag.

    Was ist für Sie ein absolutes No-Go beim Vorstellungsgespräch bzw. beim ersten Kennenlernen?
    Unpünktlichkeit! Sofern man sich als Bewerber verspäten sollte, muss man schon einen triftigen Grund vorweisen können und sollte die Verspätung im Vorwege ankündigen. Wenn sich herausstellt, dass die Bewerberin bzw. der Bewerber sich nicht ausführlich mit dem Ausbildungsberuf und dem Unternehmen auseinandergesetzt hat, kommt sie/er mit Sicherheit nicht in die engere Auswahl.

    Welche Insidertipps für ein Vorstellungsgespräch würden Sie Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn geben?

    Wichtig ist eine gute Vorbereitung, weil sie den Bewerbern Sicherheit verschafft und dazu beiträgt, die Gesprächspartner zu überzeugen. Die Aufgeregtheit, die mit einer Vorstellung einhergeht, wird sich durch gute Vorbereitung schnell legen. Ich rate außerdem, Authentizität und einen offenen Blickkontakt zu bewahren. Und nun zur Kleidung: nicht overdressed, aber auf jeden Fall korrekt. Jeans, zu kurze Oberteile, Flip-Flops und Turnschuhe sind keine passenden Kleidungsstücke für ein Vorstellungsgespräch.

    Verlangen Sie einen Einstellungstest?
    Es gibt, wie erwähnt, einen Auswahltag. Hier werden sprachliche und mathematische Kenntnisse, die Urteilsfähigkeit sowie soziale Kompetenz geprüft. Anschließend werden Einzelgespräche geführt.

    Welche Voraussetzungen wünschen Sie sich von den zukünftigen Azubis?
    Wir wünschen uns Teamgeist, gute Kommunikationsfähigkeit und Spaß am Umgang mit Menschen. Wir sind Dienstleister, und das bedeutet, dass wir uns tagtäglich mit einem elementaren Bedürfnis der Menschen beschäftigen: dem Wohnen. Kundenorientierung und Einfühlungsvermögen sind wichtig. Außerdem wünschen wir uns engagierte und lernbereite Azubis, die offen für Neues sind.

    In welchen Berufen bilden Sie aus?
    Der Altonaer Spar- und Bauverein bildet zur/zum Immobilienkauffrau/-kaufmann aus. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, ein duales Studium zum Bachelor of Arts (B. A.) mit dem Schwerpunkt Immobilienwirtschaft zu absolvieren.

    Wie viele Bewerbungen bekommen Sie im Schnitt pro Ausbildungsplatz?
    Zwischen 200 und 300 Bewerbungen.

    Wie viele Azubis stellen Sie in Hamburg ein? Wie viele werden davon übernommen?
    Pro Jahr beginnen zwei junge Menschen ihre Ausbildung. Die Ausbildung erfolgt mit dem Ziel, die Azubis nach Abschluss zu übernehmen.

    Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

    Für die Immobilienkaufleute gibt es eine Vielzahl anspruchsvoller Weiterbildungsmöglichkeiten. Die klassische Weiterbildung führt zum Immobilienfachwirt, Immobilienökonom, Diplom-Immobilienwirt, Bachelor of Arts Real Estate, Master oft Arts bis hin zum Master of Business Administration. Mit entsprechender Weiterqualifizierung ist der Einsatz als Teamleiter bis hin zum Abteilungsleiter möglich.

    Was ist an Ihrer Ausbildung herausragend?

    Die altoba garantiert ihren Azubis eine qualitativ hochwertige Ausbildung. Dazu gehört auch die Teilnahme an dem Fernlehrgang „Immobilien-kauffrau/kaufmann” des Europäischen Bildungszentrums der Immobilien und Wohnungswirtschaft in Bochum. In allen Abteilungen fungieren Mitarbeiter als Ausbildungspaten. Hinzu kommt, dass die altoba über eine eigene Spareinrichtung und ein Sozialmanagement verfügt, also Wissen vermitteln kann, das über den Ausbildungsrahmenplan hinausgeht. Zudem gibt es spannende Kooperationen mit anderen Unternehmen. Für besonders engagierte Azubis besteht die Möglichkeit der Teilnahme an der Lerninsel Juist, wo in einem einwöchigen Sommercamp zukunftsträchtige Themen unter qualifizierter Anleitung bearbeitet werden.

    Welche schöne Azubi-Geschichte erzählen Sie immer wieder gern?
    Azubis, die sich im zweiten oder dritten Ausbildungsjahr befinden, stehen neu beginnenden Azubis in der Eingewöhnungszeit zur Seite. Es ist immer wieder schön, zu beobachten, mit wie viel Interesse und Offenheit sich die Azubis begegnen, sich unterstützen, Spaß miteinander haben und welche Verbundenheit daraus entsteht.

  • Daub Backtechnik

    azb25

    Jorge Agusto
    Daub Backtechnik
    Ausbilder

    Was zeichnet eine gute Bewerbung aus? Was ist Ihnen bei einer guten Bewerbung wichtig?
    Der erste Eindruck ist sehr wichtig. Sie soll sauber, übersichtlich und vollständig sein: kurzes Anschreiben, tabellarischer Lebenslauf, die letzten 2 Schulzeugnisse, Praktikumsbeurteilungen. Aus der Bewerbung sollte erkennbar sein, dass der Bewerber sich bereits über die Ausbildung und unser Unternehmen informiert hat.

    Was ist wichtiger: Zeugnis oder soziale Kompetenz? Was ist Ihnen sonst wichtig?
    Beides ist wichtig. Die Schulzeugnisse geben uns Hinweise darüber, ob der/die Bewerber/in unseren Anforderungen und denen der Berufsschule und der überbetrieblichen Ausbildungsstellen gewachsen ist. Mathe hat bei uns eine besondere Bedeutung, da viele Tätigkeiten darauf aufbauen. Unentschuldigte Fehlzeiten und Verspätungen geben uns Auskunft über die Zuverlässigkeit. Die soziale Kompetenz ist uns sehr wichtig, da wir in Teams arbeiten und das Wir-Gefühl pflegen.

    Was ist für Sie ein absolutes No-Go beim Vorstellungsgespräch?

    Zuspätkommen, fehlende Begrüßung, ungepflegtes oder auch unausgeschlafenes Erscheinungsbild, ein abwesendes und nicht interessiertes Verhalten.

    Welchen Insidertipp für ein Vorstellungsgespräch würden Sie Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn geben?
    Auf jede Frage zu antworten: reden…reden…reden, selbst wenn man sich nicht sicher ist oder keine Antwort parat hat. In so einer Situation ehrlich sagen, dass man es nicht weiß oder sich noch nicht informiert hat. Das ist auf jeden Fall besser, als gar nichts zu sagen. Wichtig ist auch, dass vom Bewerber Fragen kommen. Es sollte eine sachliche Kommunikation stattfinden, in der sich der Bewerber präsentiert, ohne aufzutragen.

    Verlangen Sie einen Einstellungstest? Wenn ja, wie kann man sich darauf vorbereiten?
    Nein, wir führen keine Einstellungstests durch, aber wir verlangen ein 2-wöchiges Praktikum. Daraus können beide Seiten erkennen, ob die Tätigkeiten, der Arbeitsplatz, der Arbeitsweg und das Arbeitsumfeld den Vorstellungen entsprechen. Uns ist das Wohlbefinden des Azubis sehr wichtig, denn dies ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Wir planen langfristig und wollen den Azubi nach der Ausbildung übernehmen.

    Welche Voraussetzungen wünschen Sie sich von den zukünftigen Azubis?
    Einsatzbereitschaft, Engagement, Verantwortungsbewusstsein, soziale Kompetenz.

    In welchen Berufen bilden Sie aus? Und wie viele Bewerbungen bekommen Sie im Schnitt?

    Metallbauer – Fachrichtung Konstruktionstechnik.
    Circa 20 Bewerbungen im Jahr.

    Wie viele Azubis stellen Sie in Hamburg ein? Wie viele werden davon übernommen?
    Wir stellen zwei Azubis pro Jahr ein.

    Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

    Nach bestandener Gesellenprüfung kann man sich die Position als Vorarbeiter oder Gruppenleiter intern erarbeiten. In Tages- oder Abendkursen hat man die Möglichkeit, sich zum Metallbau-meister, Techniker (Fachrichtung Metallbau) oder Ingenieur fortzubilden. In unserem Unternehmen sind viele ehemalige Azubis tätig, die diese Chance genutzt haben und heute als Werkstattleiter, Einkaufsleiter, Serviceleiter, Ausbildungsleiter, Arbeitsvorbereiter oder auch in der Konstruktion tätig sind.

    Was ist an Ihrer Ausbildung besonders?

    Nach der 6-wöchigen Grundausbildung arbeitet der Azubi direkt am Produkt mit. Das bedeutet, dass der Azubi seinen Teil zum Produktergebnis beiträgt, dadurch identifiziert er sich mit seiner Arbeit und fühlt sich bestätigt. Unsere Azubis durchlaufen alle Abteilungen, von der Vorfertigung über die Endfertigung bis hin zur Verladung von diversen Anlagenteilen. Der Azubi ist in allen Bereichen tätig, die Bestandteil der Fertigung sind.

    Welche besondere oder schöne Azubi-Geschichte erzählen Sie immer wieder gern?

    Diese Geschichte erzähle ich immer wieder gern: Ein Azubi, der im Laufe seines dritten Lehrjahres zu uns kam, hatte bereits in drei verschiedenen Betrieben seine Ausbildung abbrechen müssen. Denn seine damaligen Ausbilder waren der Meinung, dass er sein Ausbildungsziel nie erreichen wird. In der Tat stellten wir fest, dass der Junge fleißig war, aber mit der Ausbildung zum Metallbauer überfordert. Doch aufgrund seiner Willenskraft gaben wir ihm die Chance, seine Ausbildung bei uns fortzusetzen. Leider ist er die ersten beiden Male durch die praktische Prüfung gefallen. Letztendlich konnte er seine Defizite durch seine Willenskraft ausgleichen. Nach bestandener Prüfung haben wir ihn übernommen. Er zeigte sich sehr dankbar und erwiderte mit guter Leistung unser Vertrauen!

  • Hamburger Friseurbedarf Willy Stopperka GmbH

    azb25

    Tanja Spanagel
    Hamburger Friseurbedarf Willy Stopperka GmbH
    Ausbildering

    Was zeichnet eine gute Bewerbung aus? Was ist Ihnen bei einer guten Bewerbung wichtig?
    Neben den formalen Anforderungen, also einer vollständigen Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf, Foto und allen wichtigen Zeugnissen (vor allem den Abschlusszeugnissen und gegebenenfalls Praktikumszeugnissen), achten wir darauf, dass sich ein/e Bewerber/in mit unserem Unternehmen auseinandergesetzt hat. Über das Internet bekommt man bereits viele Informationen über den Betrieb. Man sollte sich also schon vorher fragen, passe ich eigentlich zu der Branche und dem Unternehmen?

    Was ist wichtiger: Zeugnis oder soziale Kompetenz? Was ist Ihnen sonst wichtig?
    Beides ist wichtig. Im Zeugnis sollte man zumindest ein paar Stärken erkennen können. Außerdem sollten die unentschuldigten Fehlstunden gering sein. In unserer Branche spielen Flexibilität und der gute Kontakt zu anderen Menschen eine sehr große Rolle. Diese Eigenschaften versuchen wir aus den persönlichen Interessen der Bewerber abzuleiten…

    Welche Kriterien sind entscheidend für die Einladung zum Vorstellungsgespräch?

    Wir haben keine Checkliste mit K.-o.-Kriterien. Meistens ist es eine Mischung aus einer guten Bewerbungsmappe, einem auf das Unternehmen bezogenen Anschreiben, einem Hobby, Sport oder einer ehrenamtliche Beschäftigung. Wenn die Bewerbung interessant erscheint, rufen wir die Kandidaten zunächst einmal an. In dem Gespräch versuchen wir herauszufinden, ob beide Seiten zueinander passen könnten.

    Was ist für Sie ein absolutes No-Go beim Vorstellungsgespräch bzw. beim ersten Kennenlernen?
    Zu spät zum Termin zu kommen ist nicht gut. Passiert es dann leider doch, sollte man zumindest in der Firma anrufen. Wenn es im Gespräch um eigene Schwächen geht, sollte man die Schuld für schlechte Noten oder nicht so gute Praktikumszeugnisse nicht nur bei anderen suchen, sondern auch selbstkritisch sein. Außerdem sollte man nicht unvorbereitet in das Gespräch gehen und ein paar eigene Fragen an die Firma parat haben.

    Welchen Insidertipp für ein Vorstellungsgespräch würden Sie Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn geben?
    Man sollte versuchen keine Rolle zu spielen, sondern möglichst authentisch bleiben. Es geht bei einem Bewerbungsgespräch darum, dass sich beide Seiten hinterher sicher sind, hier passen Unternehmen und Bewerber zusammen. Also sollte man als Bewerber möglichst auch ein paar Fragen stellen.

    Verlangen Sie einen Einstellungstest? Wenn ja, wie kann man sich darauf vorbereiten?
    Wir laden interessante Kandidaten zu einer Bewerberrunde ein. Dabei testen wir die Personen in verschiedenen Situationen, sowohl mündlich in einem Gruppeninterview als auch schriftlich in einem Test. Man kann natürlich Standardtest aus Fachbüchern trainieren. Wir achten aber neben dem Inhalt auch auf das Schriftbild und eine verständliche Sprache. Für den Test gilt: Möglichst ruhig bleiben – nicht immer bekommt der Kandidat mit den meisten richtigen Antworten auch die Stelle.

    Welche Voraussetzungen wünschen Sie sich von den zukünftigen Azubis?
    Wir suchen Azubis, die gerne mit anderen Menschen zusammenarbeiten und auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf behalten. Daher wäre es gut, wenn man diese Erfahrungen bereits beim Sport oder in einer sonstigen Gruppensituation sammeln konnte. Gute Englischkenntnisse sind wichtig, aber auch ein Führerschein, um in der mobilen Welt flexibel eingesetzt zu werden.

    Welche Berufe werden bei Ihnen ausgebildet?

    Wir bilden jedes Jahr zwei Groß- und Außenhandelskaufleute in der Fachrichtung Großhandel aus.

    Wie viele Bewerbungen bekommen Sie im Schnitt pro Ausbildungsplatz?
    Wir bekommen meistens über hundert Bewerbungen pro Platz. Die Tendenz ist aber abnehmend.

    Wie viele Azubis stellen Sie in Hamburg ein? Wie viele werden davon übernommen?
    Wir stellen pro Jahr etwa 2 Azubis ein und bilden diese dann 2 1/2 Jahre aus, um sie im Anschluss in ein festes Anstellungsverhältnis zu übernehmen – vorausgesetzt wir haben freie Stellen.

    Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?
    Grundsätzlich hat man mit einer Ausbildung eine solide Basis geschaffen. Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich dann entweder aus dem Job oder über eine Weiterbildung zum Beispiel zum Handelsfachwirt oder Betriebswirt. Die Möglichkeiten sind also unbeschränkt.

    Was ist an Ihrer Ausbildung herausragend?
    Unsere Ausbildung zeichnet die Vielfältigkeit der Aufgaben aus. Bereits von Anfang an bekommt man Verantwortung übertragen, da wir flache Hierarchien haben. Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter sind ehemalige Azubis, die übernommen wurden – das spricht für sich.

  • azb25 FTHFahrradTechnik Hamburg

    036 Azb23 Gina Staschke

    Stephan Röper
    FahrradTechnik Hamburg
    Zweiradmechniker Meister / Ausbilder

    Was zeichnet eine gute Bewerbung aus? Was ist Ihnen bei einer guten Bewerbung wichtig?
    Eine gute Bewerbung sollte in ungeknickter, sauberer und schriftlicher Form eingereicht werden. Ein  aussagekäftiges Anschreiben erkennt man an kurzen und gut überlegten Sätzen. Selbst vorbeibringen oder vorab ankündigen, dass eine Bewerbung auf dem Weg ist, macht neugierig und gibt schon mal Pluspunkte.

    Was ist wichtiger: Zeugnis oder soziale Kompetenz? Was ist Ihnen sonst wichtig?
    Bei uns ist soziale Kompetenz sehr wichtig, denn im täglichen Geschäft sind mindestens 70 Prozent direkter Kundenkontakt. Der Notendurchschnitt sollte möglichst besser als 3 sein, wobei Haupt- und Realschüler die gleiche Chance bekommen wie Gymnasiasten.

    Welche Kriterien sind entscheidend für die Einladung zum Vorstellungsgespräch?
    Ein Vorstellungsgespräch, wie man sich das vorstellt, gibt es bei uns nicht.

    Was ist für Sie ein absolutes No-Go beim Vorstellungsgespräch bzw. beim ersten Kennenlernen?

    Wenn die Eltern den Bewerber vorbeibringen und womöglich noch die gegenseitige Vorstellung übernehmen.

    Welchen Insidertipp für ein Vorstellungsgespräch würden Sie Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn geben?
    Pünktlich sein und möglichst gut vorbereiten!

    Verlangen Sie einen Einstellungstest? Wenn ja, wie kann man sich darauf vorbereiten?

    Nein! Bei uns wird 1-3 Tage zur Probe gearbeitet. Da merken beide Seiten schnell, ob man miteinander klarkommt.

    Welche Voraussetzungen wünschen Sie sich von den zukünftigen Azubis?
    Dass sie den Beruf des Zweiradmechanikers wirklich erlernen wollen. Ich glaube, dass einem so etwas wie die „Liebe fürs Biken” in die Wiege gelegt wird und im Job später hilft.

    Welche Berufe werden bei Ihnen ausgebildet?

    Zweiradmechaniker (Ausbildungsdauer 3,5 Jahre) und Fahrradmonteur (Ausbildungsdauer 2 Jahre). Beim erstgenannten hat man später noch die Möglichkeit, die Meisterprüfung abzulegen.

    Wie viele Bewerbungen bekommen Sie im Schnitt pro Ausbildungsplatz?
    Jedes Jahr bekommen wir zwischen 50 und 80 Bewerbungen.

    Wie viele Azubis stellen Sie in Hamburg ein? Wie viele werden davon übernommen?
    Einen bis zwei alle 3,5 bzw. 2 Jahre.

    Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?
    Festanstellung als Mechaniker und Verkäufer. Nach der Ausbildung ist man in so einem Betrieb wie unserem eine echte Allroundkraft!

    Was ist an Ihrer Ausbildung herausragend?
    Unsere Azubis profitieren von unserer jahrelangen Erfahrung. Wir sind alle selbst begeisterte Radfahrer und versuchen immer dem aktuellen Trend voraus zu sein. Wer rastet, der rostet und Rost & Fahrräder passen gar nicht zusammen. Langeweile kommt bei uns nicht auf, denn dafür gibts genügend Abwechselung mechanischer und menschlicher Art.

    Welche besondere oder schöne Azubi-Geschichte erzählen Sie immer wieder gern?

    Mein erster Azubi war total schüchtern und nach 3,5 Jahren hat er unsere Werkstatt sehr selbstsicher und gut geleitet. Das hätte ich am Anfang nicht gedacht. Dafür klopfte ich mir noch manchmal in Gedanken auf die Schulter. Es kann also gar nicht so verkehrt gewesen sein, was ich ihm beigebracht habe! Aufgrund einer solchen Erfahrung bildet man gerne weiterhin interessierte Nachwuchskräfte aus.

  • LIDL Vertriebs GmbH

    030 Azb23 Jana Kluess

    Vanessa Peters,
    Lidl Vertriebs-GmbH
    Ausbildungsleiterin

    Was zeichnet eine gute Bewerbung aus?

    Das Wichtigste ist, dass die Unterlagen vollständig sind. Das heißt: Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse – die beiden letzten, also auch das vom Schulabschluss – und gegebenenfalls Praktikumsbescheinigungen. Natürlich ordentlich und einwandfrei. Beim Anschreiben ist sicherzustellen, dass es individuell für das jeweilige Unternehmen verfasst wurde und sich an den richtigen Ansprechpartner richtet. Für mich persönlich sollte ein Anschreiben nicht länger als eine Seite sein. Man kann alles kurz und „knackig” sagen! Und natürlich sollte es keine Rechtschreibfehler geben. In jedem Fall sollte sich der Bewerber wirklich Zeit für die Bewerbung nehmen, denn dies ist der erste Eindruck, den er beim Unternehmen hinterlässt.

    Was ist wichtiger: Schulzeugnis oder soziale Kompetenz? Was ist Ihnen sonst wichtig?
    Klar, gute Noten sind wichtig. Für unsere Berufe achten wir besonders auf Mathe, Deutsch und Wirtschaft bzw. Politik. Das sind die Schwerpunkte in der Berufsschule. Auch schauen wir auf die unentschuldigten Fehlzeiten. Soziale Kompetenz ist für uns entscheidend, da wir im Team arbeiten. Unsere Azubis übernehmen bereits in der Ausbildung viel Verantwortung und lernen Mitarbeiterführung – dafür braucht man soziale Kompetenz.

    Welche Kriterien sind entscheidend für die Einladung zum Vorstellungsgespräch?
    Eine ansprechende Bewerbung, wie schon oben erwähnt, mit einem Anschreiben, in dem der Bewerber mich überzeugt, dass er der Richtige für uns ist und wir die Richtigen für ihn. Dann noch ein gutes Zeugnis und der Bewerber hat gute Chancen, eingeladen zu werden.

    Was ist für Sie ein absolutes No-Go beim Vorstellungsgespräch?
    An erster Stelle das Zuspätkommen. Dann Kaugummikauen, ein klingelndes Handy und schlechte bzw. gar keine Vorbereitung.

    Welchen Insidertipp für ein Vorstellungsgespräch würden Sie Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn geben?
    Sich so gut wie möglich vorzubereiten. Das heißt, sich Informationen über das Unternehmen und den Beruf zu besorgen. Außerdem sollte man jede Möglichkeit nutzen, um etwas zu sagen und sich zu präsentieren.

    Verlangen Sie einen Einstellungstest? Wenn ja, wie kann man sich darauf vorbereiten?
    Ich habe auch schon mit Einstellungstests gearbeitet. In denen wird hauptsächlich Allgemeinwissen, Rechnen und Rechtschreibung abgefragt. Da für uns aber die Persönlichkeit eines Bewerbers wichtiger ist, machen wir zur Beurteilung gerne kleine Rollenspiele.

    Welche Voraussetzungen wünschen Sie sich von den zukünftigen Azubis?

    Interesse am Einzelhandel und Umgang mit Menschen. Einsatzbereitschaft, Engagement, Verantwortungsbewusstsein sowie eine positive Einstellung zur Ausbildung und zu unserem Unternehmen.

    In welchen Berufen bilden Sie aus?
    In unseren Filialen bilden wir Verkäufer/innen und Kaufleute im Einzelhandel aus. In der Verwaltung bzw. im Lager in Wenzendorf auch Bürokaufleute, Fachlageristen (w/m) und Fachkräfte für Lagerlogistik.

    Wie viele Bewerbungen bekommen Sie im Schnitt pro Ausbildungsplatz?

    Etwa 50.

    Wie viele Azubis stellen Sie in Hamburg ein?
    Wir wollen dieses Jahr rund 15 Azubis in Hamburg einstellen. Das klingt erst einmal nicht so viel, aber wir haben in jeder Filiale grundsätzlich nur einen Azubi. Damit wollen wir die Einarbeitung, Qualifizierung, Betreuung und somit den Erfolg unserer Ausbildung sicherstellen. Außerdem wollen wir jedem ausgelernten Aus
    zubildenden einen Arbeitsplatz anbieten können. Und sollten uns mehr Bewerber überzeugen, machen auch wir Ausnahmen!

    Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

    Stellvertretende Filialleitung (w/m) und Filialleiter/in. Bei sehr guten Leistungen in der Berufsschule und in der Filiale gibt es auch die Möglichkeit zu einer Weiterbildung zum/zur Handelsfachwirt/in.

    Was ist an Ihrer Ausbildung besonders?
    Ausbildung hat in unserem Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert. Ein Azubi ist bei uns keine „billige Arbeitskraft”, sondern vom ersten bis zum letzten Tag der Ausbildung ein vollwertiger Mitarbeiter mit Verantwortung und im Idealfall der Filialleiter von morgen. In der dreijährigen Ausbildung lernt er vom Wareverräumen bis zur Kassenabrechnung alle Tätigkeiten, die auch ein Filialleiter beherrschen muss. Deshalb können unsere Azubis bereits in der Ausbildung eigenständig die Filialen leiten, was sie in mehrwöchigen Azubi-Projekten, zum Beispiel mit einer eigenen Neueröffnung, unter Beweis stellen dürfen. Außerdem haben wir tolle Ausbildungsmaterialien und regelmäßig praktische und theoretische Schulungen.

    Welche besondere oder schöne Azubi-Geschichte erzählen Sie immer wieder gern?

    Es gibt für mich nicht die eine Azubi-Geschichte. Bei derzeit 36 Azubis gibt es immer wieder etwas zu erzählen. Für mich ist es besonders schön, mit jungen Menschen zusammenzuarbeiten und ihre Entwicklung zu sehen. Es ist toll, wenn ich meine „Ex-Azubis” in den Filialen treffe, die jetzt vielleicht schon selbst Filialleiter/innen sind, inzwischen ihren eigenen Azubi ausbilden und wir dann über „alte Zeiten” quatschen.

  • Schill & Seilacher "Struktol" AG 

    048 Azb23 Jana Meyer

    Gerhard Najjar,
    Schill & Seilacher "Struktol" AG
    Ausbilder

    Was zeichnet eine gute Bewerbung aus? Was ist Ihnen bei einer guten Bewerbung wichtig?
    Für uns ”Struktol”-Ausbilder gilt: Die „Verpackung” ist das Wichtigste, damit man überhaupt eine Bewerbung öffnet, also keine lose Blattsammlung, keine Eselsohren, keine einfache Klarsichthülle, kein anderer Beruf in der Betreffzeile, keine Lücken im Lebenslauf. Genauso wichtig ist aber auch die Vollständigkeit der Bewerbungsunterlagen. Das Anschreiben sollte nicht langatmig, sondern mit wenigen Worten ansprechend sein und das Interesse an der Person wecken.

    Was ist wichtiger: Zeugnis oder soziale Kompetenz? Was ist Ihnen sonst wichtig?
    Bei dem Beruf des Chemikanten/der Chemikantin kommt es hauptsächlich auf die naturwissenschaftlichen Fächer an, aber die sozialen Kompetenzen werden auch betrachtet. Denn Chemikanten müssen Teamplayer sein. Ein wichtiger Aspekt sind auch die Fehlzeiten, die im Zeugnis aufgeführt sind. Dies sagt viel über die Zuverlässigkeit aus. So geht man Punkt für Punkt die Kriterien durch.

    Welche Kriterien sind entscheidend für die Einladung zum Vorstellungsgespräch?

    Wenn das Anschreiben Interesse geweckt hat und die oben genannten Kriterien erfüllt sind, steht einer Einladung nichts mehr im Wege.

    Was ist für Sie ein absolutes No-Go beim Vorstellungsgespräch bzw. beim ersten Kennenlernen?

    Wie schon bei den Bewerbungsunterlagen zählt auch hier der erste Eindruck. Das Wichtigste ist also die „Verpackung” und das selbstbewusste Auftreten. Absolutes No-Go ist, wenn der Bewerber zu spät kommt oder bei der ersten Begrüßung weder die Hand gibt noch eine Antwort auf die Begrüßung. Für das Gespräch ist es gut, wenn man sich über den Beruf und das Unternehmen umfassend informiert hat.

    Welchen Insidertipp für ein Vorstellungsgespräch würden Sie Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn geben?
    Ich würde meinen Kindern empfehlen, sich angemessen zu kleiden und sich sehr gut über den Beruf und das Unternehmen zu informieren. Sie sollten sich Gedanken darüber machen, warum sie diesen Beruf wählen wollen und warum diese Firma gerade sie als Auszubildenden einstellen sollte. Nicht vergessen darf man, dass die ersten und letzten Minuten mit die wichtigsten in einem Bewerbungsgespräch sind. Und auch während des Gesprächs muss man immer wach sein, aber auch nicht zu sehr „schleimen”. Das wirkt sich meist negativ aus.

    Verlangen Sie einen Einstellungstest? Wenn ja, wie kann man sich darauf vorbereiten?
    Wir führen einen Test für den Beruf Chemikant/in durch. Dieser legt den Schwerpunkt auf die mathematischen Kenntnisse und das logische Denkvermögen des Bewerbers/der Bewerberin.

    Welche Voraussetzungen wünschen Sie sich von den zukünftigen Azubis?

    Die „alten Tugenden”, heute auch „soziale Kompetenz” genannt. Sie/Er sollte teamfähig, ehrlich, fleißig, zuverlässig, selbstständig, neugierig und offen für Neues sein. Den Rest lernen wir zusammen. Das sind alles Kompetenzen, die Auszubildende mitbringen sollten, um in einem Industrieunternehmen Fuß fassen zu können. Meiner Meinung nach gibt es nichts, was man nicht mit ein bisschen Fleiß und eigenem Willen erlernen kann.

    In welchen Berufen bilden Sie aus?
    Die Schill+Seilacher ”Struktol” Aktiengesellschaft Hamburg bildet in den Berufen Chemikant/ in, Chemielaborant/in und Industriekaufmann/ frau aus.

    Wie viele Bewerbungen bekommen Sie im Schnitt pro Ausbildungsplatz?
    Das ist bei den einzelnen Berufen unterschiedlich: bei den Chemikanten 20 bis 40 und bei den ande
    ren Berufen 100 bis 160 Bewerbungen. Doch in allen Berufen sind die Bewerberzahlen rückläufig.

    Wie viele Azubis stellen Sie in Hamburg ein? Wie viele werden davon übernommen?

    Wir stellen jedes Jahr zwei Chemikanten, ein bis zwei Chemielaboranten und ein bis zwei Industriekaufleute ein. In den vergangenen Jahren haben wir immer alle übernommen, aber in die Zukunft kann keiner schauen.

    Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

    Es gibt verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten, die fast immer eine Weiterbildung voraussetzen. Weiterbildungsmöglichkeiten sind verschiedene Studiengänge, zum Beispiel Verfahrenstechnik oder Industriemeister – Fachrichtung Chemie oder Chemotechniker, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Es gibt noch viel mehr, aber alle aufzuzählen würde den Rahmen hier sprengen.

    Was ist an Ihrer Ausbildung herausragend?

    Unsere Ausbildung ist qualitativ sehr hochwertig, da wir unsere Auszubildenden in die Lage versetzen, sich schnell und gut den Gegebenheiten anpassen zu können. Speziell für den Beruf Chemikant/in bilden wir einen Teil im Labor, einen Teil in der Schlosserei, einen Teil in der Elektrowerkstatt, einen Teil in der Lagerhaltung und den größten Teil in der Produktion aus, wobei wir auch großen Wert auf die Arbeitssicherheit legen. Das alles befähigt unsere Auszubildenden, sich überall schnell einarbeiten zu können.

    Welche besondere oder schöne Azubi-Geschichte erzählen Sie immer wieder gern?

    Wie bereits erwähnt gibt es meiner Meinung nach nichts, was man nicht mit ein bisschen Fleiß und eigenem Willen erlernen kann. Das erzähle ich immer den neu eingestellten Azubis, um ihnen Mut zu machen und sie zu motivieren. So hat bei uns bislang jeder Auszubildende seine Prüfung bestanden und ist übernommen worden, aber wie gesagt, es kann keiner in die Zukunft sehen.

azubibörse verlag | Pinnasberg 47 | 20359 Hamburg